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Klettertour Große Zinne im Hochpustertal

Klettertour Große Zinne

Blick auf die Drei Zinnen im HochpustertalDie Drei Zinnen gelten als besonderer Naturschatz im UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten. Bereits im 19. Jahrhundert erstbestiegen, gehören die Drei Zinnen heute zu einem faszinierenden Kletterparadies. Besonders schön ist auch die Klettertour auf die Große Zinne, die über den Normalweg auf der Südseite führt.

Knapp 3.000 m, genauer gesagt 2.999 m misst die Große Zinne. Wer diese bezwingen möchte, sollte über Schwindelfreiheit und einige Kenntnisse im Begehen von Klettertouren verfügen. In Begleitung eines Bergführers ist diese Klettertour auch für aktive Wanderer relativ leicht zu bewältigen. Für die Besteigung werden ein 60 m Seil, Kletterausrüstung sowie Express- und Bandschlingen benötigt.

Klettersteig auf die Große ZinneBlick auf die Große Zinne in den DolomitenKlettertour auf die Große Zinne in der Ferienregion Hochpustertal

Von der Auronzohütte, welche man über die mautpflichtige Straße vom Misurinasee aus erreicht, spaziert man in Richtung Lavaredohütte. Auf der Höhe der Kapelle folgt man einem unscheinbaren Pfad bis in die Schlucht zwischen Kleiner und Großer Zinne. Der Einstieg befindet sich am Beginn einer markanten Rampe an der nördlichen Schluchtwand.

Die Einstiegsrampe führt in den Grund einer Kaminrinne, wo man sich zwischen zwei Varianten entscheiden kann. Der Kamin führt direkt zur 1. Scharte oder man klettert leichter an dessen linker Wand zur Scharte hoch. Diese befindet sich zwischen der Südwand und einem pyramidenartigen Vorbau.

Über eine Spalte verlässt man die Scharte und steigt auf eine kleine Plattform. Durch eine breite Rinne erreicht man am Ende die 2. Scharte. Weiter eine Schuttschlucht überqueren und in ihr hoch in die 3. Scharte steigen.

Rechts befindet sich eine gutgriffige steile Wand, über die man die Scharte verlässt. Über ein schmales Schotterband und Rampen erreicht man zwei Gedenktafeln. Von den drei Rinnen eine auswählen und hochklettern. Auf Schuttbändern nach links queren bis in eine Rinne, welche oben eine schräg geneigte Platte mündet. Neben der Rinne den Pfeiler hochklettern.

Nach etwa 50 m befindet sich rechts die Schlüsselstelle der Klettertour: ein spiegelglatter und beinahe griffloser Kamin. Nach dieser Stelle befindet sich eine steile Wand, über welche man aussteigt und zu einem Abseilring und einem schmalen Band gelangt.

Nach links gehen, einen kleinen Kessel queren und über eine Verschneidung hoch zu einem Terrassenband klettern. Diesem Ringband weiter links zu einem Steinmann folgen, bis man deutliche Aufstiegsspuren in Richtung Gipfel erkennt. Einen kurzen und glatten Kamin nach oben folgen, an dessen Ende eine Rinne folgt. Nach dieser rechts weitergehen und einen glatten Block („Böser Block“) queren. Es folgt eine kurze Verschneidung und schließlich führt gestuftes Gelände zum Gipfel.

Der Abstieg erfolgt entlang der Aufstiegsroute durch einige Abseilstellen.

Tipp: Die beste Jahreszeit zur Begehung dieser Tour auf die Große Zinne in den Sextner Dolomiten ist zwischen Mitte Juni und Anfang Oktober.

Übrigens: Bereits 1869 wurde die Große Zinne erstbestiegen. Der Wiener Bergsteiger Paul Grohmann erreichte mit seinen beiden Führern Franz Innerkofler und Peter Salcher am 21. August des Jahres den Gipfel.

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