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Herz-Jesu-Feuer in der Ferienregion Hochpustertal

Die Herz Jesu Feuer

Herz Jesu FeuerDie Menschen in Südtirol sind tief mit der Heimat und den Traditionen verwurzelt. Dies zeigt sich vor allem bei besonderen Anlässen und Feiertragen, wo alte Bräuche, welche den Einheimischen besonders am Herzen liegen, gelebt werden, um sie nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Ein solcher Brauch sind auch die Herz-Jesu-Feuer, die Bergfeuer im Gedenken an den Herz-Jesu-Bund. Gefeiert wird der Herz-Jesu-Sonntag in ganz Tirol, und zwar immer am zweiten Sonntag nach dem kirchlichen Fest Fronleichnam. Schaut man am Abend dieses Tages bei Beginn der Dunkelheit in die Berge rund um das Hochpustertal, so erblickt man bereits die ersten Feuer, vielfach auch in Form von Kreuz und Herz oder den Jesus-Initialen IHS oder INRI.

Herz-Jesu-FeuerHerz-Jesu-Feuer in SextenBrauchtum in Südtirol

Seit dem Jahre 1796 gehören diese Bergfeuer zum Leben der Tiroler. Der Brauch selbst geht auf ein Gelöbnis zurück, welches die Tiroler Landesstände abgelegt haben, als Tirol von bayrischen und französischen Truppen, angeführt von Napoleon, bedroht wurde. Denn groß war die Not der Tiroler, die seit dem Jahre 1511 zwar das Privileg besaßen, außerhalb der Landesgrenzen weder in den Krieg ziehen, noch Abgaben für den Krieg leisten zu müssen - dafür aber ihr Land selbst verteidigen sollten. Dieses Sonderrecht gefiel aber dem damaligen Kaiser Joseph II in Wien überhaupt nicht und er vernachlässigte die gesamte Landesverteidigung. Es gab für die Tiroler keine Übungen und die Ausrüstung zur Verteidigung war äußerst schlecht.

Als dann im April 1796 Tirol in Kriegsbereitschaft versetzt wurde, suchten die Tiroler die Hilfe bei Gott und vertrauten ihr Land dem „Heiligsten Herzen Jesu" an, um mit göttlichem Beistand der Gefahr gegenüber treten zu können.

Überraschend gewannen dann die Tiroler Truppen unter der Führung von Andreas Hofer die anstehende Schlacht gegen die Bayern und die Franzosen und der Sonntag wurde zum Herz-Jesu-Sonntag, erhoben.

Heute sind es vor allem die Vereine in den Ortschaften oder Gruppen im Freundeskreis welche die Feuer an gut sichtbaren Stellen in den Bergen entzünden. Und in den Dörfern selbst werden auf den Balkonen kleine Lichter entzündet, während die Fenster vielfach durch beleuchtete Fensterbilder geschmückt werden, die allesamt christliche Motive darstellen.

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