|
|
 |
|
zurück
Kirchtag feiern im Hochpustertal
Seit dem Mittelalter wird der Kirchweihsonntag als religiöses Fest anlässlich der Weihe einer christlichen Kirche gefeiert.
Der allgemeine Kirchtag wird am dritten Sonntag im Oktober gefeiert. Mancherorts wird die Feier des Jahrestages auf den Namenstag des gewählten Schutzheiligen der Kirche gelegt oder am Tag der Weihe der jeweiligen Kirche gefeiert.
Während einst der religiöse Kontext im Vordergrund stand, handelt es sich heutzutage um ein wahres Volksfest, an welchem die gesamte Bevölkerung des Dorfes teilnimmt.
Traditionell wird am Samstagabend der Kirchweihbaum von den ortsansässigen Burschen aufgestellt. Eine kuriose Tradition ist die an der Spitze des Baumes angebrachte lebensgroße Stoffpuppe, der sogenannte „Kirchtagsmichl“. Dieser ist in die jeweilige Tracht des Dorfes gekleidet.
Wenn es früher schon mal vorkommen konnte, dass der „Kirchtagsmichl“ von den Burschen der benachbarten Gemeinde gestohlen wurde, hat die Überwachung der Stoffpuppe heute nur noch symbolischen Charakter. Es kommt jedoch trotzdem noch vor, dass die Bewacher mehrere Stunden bzw. sogar die ganze Nacht vor dem Baum des eigenen „Kirchtagsmichl“ verbringen. Doch fällt dies in geselliger Runde mit ausreichend Speis und Trank nicht schwer.
Im Hochpustertal wird der Kirchtag von der gesamten Bevölkerung gefeiert. Neben der religiösen Feier spielt nun vor allem die gesellschaftliche Komponente eine wichtige Rolle: das Beisammensitzen, typische Südtiroler Kost, Musik, Unterhaltung und natürlich die Verlosung des Kirchweihbaumes.
In Toblach und Wahlen findet der Kirchtag vom 16. bis zum 17.10.2010, in Prags vom 23. bis zum 24. Oktober 2010 statt.
Foto: MEV
|
|
|
|
|
 |
|
|