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Drei Jubiläen bei den Gustav-Mahler-Musikwochen Toblach 2010
Mit gleich drei Jubiläen können dieses Jahr die Gustav-Mahler-Musikwochen aufwarten: dem 150. Geburtstag von Gustav Mahler, 100 Jahre 10. Sinfonie und „last but not least“ 30 Jahre Gustav-Mahler-Musikwochen in Toblach.
Vor genau einem Jahrhundert komponierte der Sommerfrischler Gustav Mahler in seinem Komponierhäuschen in Toblach seine letzte Sinfonie, die unvollendete10. Sinfonie. Zeit blieb dem Komponisten nur für das Adagio, denn bald darauf (am 18. Mai 1911) ereilte ihn ein früher Tod. Ganz im Zeichen des 150. Geburtstages des großen Komponisten steht das Programm der diesjährigen Gustav-Mahler-Musikwochen, die 1981 als Gustav Mahler Musikwoche in memoriam Gustav Mahler geboren wurden.
Dem künstlerischen Leiter, Dr. Josef Lanz, ist es auch dieses Jahr wieder gelungen, ein interessantes und hochwertiges Angebot an Orchesterkonzerten, Kammermusik, Liederabenden und Blasmusik zu erstellen. Reichhaltig ist auch das Angebot an Vorträgen und Diskussionen.
Am Samstag, den 10. Juli 2010 findet um 18.00 das Eröffnungskonzert mit dem Bundesjugendorchester statt, das bereits zum 4. Male Gast beim Toblacher Festival ist. Unter der Leitung von Gabriel Feltz werden Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1, auch „Der Titan“ genannt, das Adagio aus der Zehnten sowie Bernd Frankes Hommage an Toblach „Fanfare für Toblach“ erklingen. Die international bekannte deutsch-griechische Mezzosopranistin Stella Doufexis wird Mozarts Konzertarie „Chi’io mi scordi di te“ singen.
In der Kernwoche stehen gleich drei Abende ganz im Zeichen des Liedes. An zwei Abenden werden sämtliche Wunderhornlieder von der Mezzosopranistin Janina Baechle aufgeführt. Diese bilden auch den Inhalt der Toblacher Mahler Gespräche mit dem Titel „Mahlers Wunderhorn“. Die Gespräche stehen unter der bewährten Leitung von Dr. Erich Wolfgang Partsch, dem Vizepräsidenten der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft, Wien. „Blick mir nicht in die Lieder“ ist der Titel des Konzertes mit der Mezzosopranistin der Wiener Staatsoper, Elisabeth Kulman, und dem Amarcord Ensemble Wien (Violine, Violoncello, Kontrabass und Akkordeon), die mit eigenen Arrangements die Musikwelt aufhorchen lassen.
Mit dem Thema Tod und Vergänglichkeit setzen sich zwei Abende auseinander. Am 15. Juli wird das Minguet Quartett u.a. Schuberts Streichquartett in d-moll „Der Tod und das Mädchen“ und Peter Ruzickas 3. Streichquartett "...über ein Verschwinden“ aufführen und am 17. Juli steht das Konzert von Friedrich Kleinhapl (Violoncello) und Andreas Woyke (Klavier) unter dem Motto „Todesverlangen – Lebenssucht“ auf dem Programm.
Ein musikalischer Event der besonderen Art findet am 18. Juli statt. Zur Feier des 150. Geburtstages von Gustav Mahler können beinahe rund um die Uhr alle Symphonien des österreichischen Komponisten in herausragenden Aufnahmen im Spiegelsaal des Grand Hotels gehört werden. Dieses Highlight Mahler total – ohne Pause bildet auch den Abschluss des 20. Toblacher Mahler Protokolls unter der Leitung von Attila Csampai.
Das Orchester Windkraft – kapelle für neue Musik (Leitung: Kaspar De Roo) und die Bläser des Südtiroler Jugendblasorchesters (Leitung: Arnold Leimgruber) haben mittlerweile einen festen Platz bei den Gustav Mahler Musikwochen eingenommen. Auf dem Programm stehen am 28. Juli Bläserwerke Tiroler Komponisten.
Einen besonderen Höhepunkt bildet das Konzert am 1. August mit dem Ensemble Musica Saeculorum (Musiker des Mahler Chamber Orchestra, Berliner Philharmoniker u.a.). Unter der Leitung von Philipp von Steinaecker erklingt „Das Lied von der Erde“ in einer Bearbeitung von Glen Cortese.
Den krönenden Abschluss der diesjährigen Gustav-Mahler-Musikwochen am 6. August bildet das Konzert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Ingo Metzmacher mit der Aufführung von Mahlers Sinfonie Nr. 7, Franz Schrekers Nachtstück aus der Oper „Der ferne Klang“ und Erich Wolfgang Korngolds Violinkonzert op.35. Solist ist der berühmte Geiger Leonidas Kavakos.
Am 8. August klingen die Musikwochen mit einem Konzert der Streicherakademie Bozen unter der Leitung von Georg Egger aus. Der junge Geiger Alexander Gilmann wird seine Virtuosität zeigen.
Die Gustav-Mahler-Musikwochen werden wie in den Jahren zuvor neben Toblach in den umliegenden Orten des Hochpustertales ausgetragen. So auf der Burg Heinfels und in der Pfarrkirche Sillian (Osttirol), in der Kirche St. Magdalena im Moos bei Niederdorf, in der Stiftskirche Innichen und auf Schloss Welsperg in Welsberg.
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Informationen über das Hochpustertal. |
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