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100 Jahre Symphonie Nr.9 von Gustav Mahler
Vor genau einem Jahrhundert komponierte der Sommerfrischler Gustav Mahler in seinem Komponierhäuschen in Toblach seine 9. Symphonie. Entstanden ist ein herausragendes Werk der europäischen Musikgeschichte, das erst nach seinem frühen Tod des Komponisten seine Uraufführung erlebte und heute mehr denn je die Menschen berührt. Bei den diesjährigen Gustav-Mahler-Musikwochen erwarten den Besucher nicht nur diese Symphonie, sondern gleich mehrere musikalische Höhepunkte.
Stand im vergangenen Jahr das „Lied von der Erde“ im Mittelpunkt der Musikwochen, so ist es heuer die 9. Symphonie, die am Donnerstag, 23. Juli im Gustav Mahler Saal des Grand Hotel Toblach zur Aufführung gelangen wird. Die Bamberger Symphoniker werden mit ihrem Chefdirigenten, dem Engländer Jonathan Nott, das Werk interpretieren. Das bayerische Orchester gehört heute zu den international anerkannten Mahler-Orchestern.
„Die 9. Symphonie schließt mit einem scheinbar nie enden wollenden Abschiedsgesang, die in eine andere Welt verweist. Die schönsten Abschiedsgesänge hat Mahler in Toblach komponiert“, sagt der künstlerische Leiter Josef Lanz, der auch dieses Jahr aufgrund des historischen runden Geburtstages ein breit gefächertes und besonders interessantes Programm zusammenstellen konnte.
Drei große Orchester im Gustav-Mahler-Saal Neben der 9. Symphonie mit dem Bamberger Symphonikern stehen dieses Jahr auch die 2. Symphonie („Auferstehungssymphonie“) am Sonntag, 2. August, und die 5. Symphonie am Samstag, 11. Juli, auf dem Programm der Gustav-Mahler-Musikwochen. Während erstere vom Symphonieorchester der Musikakademie Ljubljana unter der Leitung von Nicol Matt zusammen mit dem Chamber Choir of Europe aufgeführt wird, wird das tschechische Brno Philharmonic Orchestra die 5. Symphonie zum Besten geben. Am Dirigentenpult steht der tschechische Dirigent und Direktor der Prager Staatsoper Leos Svarovsky, der in den vergangenen Jahren überaus positive Kritiken erhalten hat und der für seinen Sinn für Details und die Präzision in der Ausführung bekannt ist.
Solisten des Mahler Chamber Orchestra Einen besonderen Höhepunkt bildet der Auftritt der Solisten des Mahler Chamber Orchestra, die gleich an zwei Abenden in Toblach zu hören sein werden: am 15. Juli mit u. a. Werken von Franz Schubert, Johann Strauß, Anton Webern und Franz Lehar. „In diesem Konzert wird der seelische Zwiespalt einer sich um die Jahrhundertwende auflösenden Gesellschaft, zwischen der Zwölftonmusik und Straußklängen, zwischen ernster Musik und Unterhaltungsmusik überaus deutlich“, meint Josef Lanz.
Am 17. Juli stehen ebenso musikalische Gegensätze auf dem Programm, die von der Wiener Klassik mit W.A. Mozart und Franz Schubert bis zur zeitgenössischen Musik eines Jörg Widmann reichen.
Mahler Gespräche und Mahler Protokoll In Zusammenarbeit mit der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft in Wien werden am 14. Juli die Toblacher Gespräche (Leitung: Dr. Erich Wolfgang Partsch) sich mit „Mahler als Bearbeiter“ auseinandersetzen. Auf welche Art und Weise interpretierte Mahler Musikgrößen wie Beethoven oder Bach? Diese Frage werden der Musikwissenschaftler und wissenschaftlicher Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart Nobert Bolin und der Vorstand des musikwissenschaftlichen Instituts in Zürich, Hans-Joachim Hinrichsen versuchen zu beantworten. Der deutsche Dirigent Roberto Paternostro schließlich wird Mahler-Bearbeitungen aus der Sicht eines Dirigenten präsentieren.
Im Rahmen des 19. Mahlerprotokolls (Leitung: Attila Csampai) wird sich der Musikwissenschaftler, Publizist und Maler Prof. Elmar Budde am Freitag 17. Juli mit der Neunten Symphonie von Mahler auseinandersetzen, während Dr. Andreas Grabner Mahlers 9.Symphonie im Spiegel ihrer Schallplatteninterpreten analysieren wird.
Weitere Informationen zum detaillierten Programm erteilen die Gustav Mahler Musikwochen.
Foto: Gustav Mahler Musikwochen
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Informationen über das Hochpustertal. |
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